25. Aug, 2015

Gegen jegliche Xenophobie

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Mit den vielen allzu eindeutigen "Posts", die ich in letzter Zeit auf meiner Nachrichtenseite lesen muss, erwächst mir so langsam ein Problem. Verschiedentlich, in der Vergangenheit, wurde bereits versucht, mich in eine rechte, beziehungsweise in eine rechtsextreme Ecke zu drücken, wegen meiner prochristlichen Einstellung und Leserbriefen, und wegen meiner Rückbesinnung auf meine Identität als Luxemburger. Beides hat aber weder etwas mit versteinertem Konservativismus noch mit Xenophobie zu tun.

Ich habe mich vor einiger Zeit bereits im LW per Leserbrief gegen einen regelrechten "shitstorm" im Netz gewehrt. (Nachzulesen auf www.jmpgilbertz.lu) Damals ging es hauptsächlich gegen Mitglieder der ominösen AHA, die weder etwas mit Humanismus noch mit Agnostizismus zu tun hat und nur sehr wenig mit Atheismus, aber viel mit aggressivem und intolerantem Anti-Theismus. Einige Mitglieder und Mitläufer dieser...Sekte sitzen heute in der Regierung, in Administrationen und/oder in den verschiedensten Parteien und sind alles andere als harmlos.

Jetzt aber möchte ich sehr vernehmlich feststellen:
im Dunstkreis von rechtem und ähnlichem Gedankengut bin ich völlig fehl am Platz und ich möchte mich auch unter keinen Umständen von Vertretern solch gearteter Meinungen vereinnehmen lassen.
Deshalb sehe ich mich gezwungen, meine Positionen hier klar und deutlich zu machen. Wenn ich dann einige "Freunde" weniger habe, dann hat es so sein müssen. Und ist für mich dann wahrscheinlich wesentlich gesünder.

1) ich bin ein mehrsprachiger Luxemburger. Auch wenn ich meistens auf deutsch schreibe, so habe ich keine Probleme mit der französischen Sprache, die ich ziemlich fehlerfrei beherrsche. Und die ich sehr mag. Ich mag auch Englisch und Italienisch. An, natiirlech Lëtzebuergesch.

2) ich war und bin parteilos und werde parteilos sterben. Parteien, Clubs, Organisationen, Gruppen, all das ist nichts für mich. Ich denke da wie Groucho Marx. Ich bin ein geselliger Einzelgänger und könnte meine Meinungen und Äusserungen niemals einem Gruppenzwang unterwerfen. Beim Collège Médical mach' ich eine Ausnahme.

3) ich bin gegen Neocons und Neolibs, das heisst aber nicht dass ich für pseudomarxistische Utopie-Spielchen zu haben bin. Was bleibt wäre Wissen, Vernunft und Anstand und die Fähigkeit zur Empathie mit allen Bedürftigen. Auch mit den Flüchtlingen! Und die entsprechenden Taten, die dazu passen.

4) ich lebe in einem Land, das Luxemburg heisst und dessen Sprache luxemburgisch ist und es auch bleiben soll. Wenn frankophone Mitbürger dieselben Rechte und Pflichten haben wollen, wie die luxemburgisch sprechenden Luxemburger, dann sollen sie unsere Sprache lernen, und zwar gut genug um sich auf luxemburgisch unterhalten zu können, und das ganz gleich, wie viele Jahre sie bereits in unserem Land leben.
Die frankophonen Frontaliers täten gut daran, zumindest die Höflichkeitsbasis unserer Sprache zu lernen.
Wie bereits gesagt: diese Überzeugung hat nicht das geringste mit Ausländerfeindlichkeit zu tun, sondern ist lange und gründlich überlegt und abgewogen.

5) ich verweise auf meinen Artikel: "Mehrsprachigkeit oder Französisch". Eine parallele Alphabetisierung auf Französisch würde zwangsläufig zu einer Trennung von Gleichaltrigen und dann sehr schnell zur Zweigleisigkeit der Gesellschaft führen. Und zwangsläufig zum Tod unserer luxemburgischen Sprache! Wie das Bretonische in der Bretagne. Aber die Bretagne wurde ja auch Frankreich angegliedert, Luxemburg nicht.

6) ich kann nichts anfangen mit "Pegida", "AfD, "Frauke Petry" "Junge Freiheit" und dumpfem "ja,nein...aber". Das alles gehört für mich zum rechtsextremen deutschen Spektrum. Und ich distanziere mich in aller Form von geistigen Mitläufern solcher Gesinnungen. Mir ist sogar der Seehofer manchmal zu "rechts".
Ausserdem sind wir sind hier in Luxemburg. Schon vergessen?

7) was ich von unseren wackeren, selbsternannten "Eliten" halte, seien sie blau, grün, rot, schwarz oder higgledy-piggledy-coloured, habe ich bereits zur Genüge zu Blatt gebracht.

8) ich werde mich in der nächsten Zeit in aller Ruhe meinen litterarischen Interessen widmen und meinen zweiten Lyrikband zur Druckreife bringen.
Meinem Blutdruck und meiner geistigen Gesundheit wird das sehr förderlich sein.

Alles klar?

Tschühüüs

PS une traduction en français vous sera envoyée sur demande faite en quatre exemplaires manuscrites. Veuillez joindre un ticket-repas pour couvrir les frais administratifs. Merci.