Rostra

Wenn jemand dagegen eine Erwiderung schreiben will,
so wird mir das höchst willkommen sein.
Auf keine Weise erschliesst sich nämlich die Wahrheit besser
und wird der Irrtum besser abgewiesen
als in der Abwehr des Widerspruchs. Thomas von Aquin, "de perfectione vitae spiritualis" (13.Jh)

Website 21. Jun, 2018

Julianna

Von Fehler zu Fehler entdeckt man die ganze Wahrheit.

Website 18. Sep, 2017

Sinaida Aregger

Super. Gratuliere zu dieser schönen und gut aufgebauten Homepage.

Website 29. Aug, 2017

Beidir

Die Website ist inspirierend und dir gut gelungen, viel Erfolg.

Website 21. Dez, 2016

Dymitriusz

Lovely set of shots.

Website 19. Dez, 2016

Krzysztofa

Some excellent shots and keep em coming.

Website 14. Dez, 2016

Loda

Wow! Absolutely stunning. Thank you for putting this online.

Website 6. Dez, 2016

Jerzy

Thanks for the wonderfull photos you take.

Website 13. Sep, 2016

Jacob

Hallo, ich finde Ihre Seite auch sehr gelungen, zum einen wegen Ihrem Engagement und optisch. Ganz prima. Alles Gute.

28. Jul, 2014

Klaus Gehlhaar

Hallo Jean,
Schöne Seite, interessante Beiträge und Diskussionen, schön losgelöst vom Mainstream. Die Songtexte machen neugierig. GIbt es auch Musik dazu? Ich hatte deine Anzeige in der Musiker sicht Gruppe auf FB gesehen und kam mal kurz vorbei zum
Schnuppern. Bin selber SInger/Songwriter, Produzent etc. und vertreibe mir dir Zeit u.a. mit den Surf Cowboys., aber etwas mehr Inhaltsschwangerschaft könnte ich noch vertragen.

19. Feb, 2014

jmpg

La "Langue de Brassens?" Où celle de "Püppchen"

En dehors du fait que le français reste une langue parfaitement étrangère et difficile à apprendre et surtout à parler pour tout Luxembourgeois d'origine luxembourgeoise, il y a une toute simple
raison derrière la frustration des Luxembourgeois par rapport à cette langue: L'arrogance des ressortissants de la "Grande Nation".

Ce "V'pvez pas pa'er français?" finit, après nous avoir agacé, par nous enrager. Et ce à juste titre. Les belges nous
voient comme des "cousins", les français comme un mal nécessaire. Pour ce qui est du racisme si souvent incriminé, au travail et au quotidien, c'est souvent nous qui en sommes les "victimes".
Mais, un peuple qui considère un Marcel Noppeney, qui parlait
français au sein de la famille et luxembourgeois avec le personnel, qui prônait le rattachement à la France et l'élimination de tout brin de culture qui ne serait pas français, un peuple qui considère un homme pareil comme étant un des siens, ne mérite peut-être
pas mieux. Heureusement la France d'antan ne voulait pas de nous, et heureusement les jeunes d'aujourd'hui se rebiffent.
Je suis moi-même un grand amateur de la langue de Brassens, et je me demande simplement si ma grand-mère ne voyait pas juste en disant
que "la lisière", déja de son temps, "ne valait pas le drap". Mais cette dépréciation ne concernait naturellement pas tout le monde, il y avait et il y a, comme il y en a partout dans le monde, un grand nombre de "gens bien" de l'autre côté de notre frontière
sud.

D'où vient ce mépris ("c'est un Luxo!") que les ressortissants français manifestent si volontiers contre tout ceux qui ne parlent pas comme eux? Là encore la réponse est bien facile. Les Français se croient issus d'une nation d'importance globale,
leur langue comme étant la seule "civilisée" et leur savoir bien supérieur à celui de tous les autres.
Mais le temps des colonies est depuis longtemps révolu, il ne reste plus qu'à assumer la responsabilité des dégâts causés, et celui du "Nec pluribus
impar" ne reviendra pas. Du temps de la globalisation les Français sont toujours incapables de parler anglais ou allemand, espagnol ou portugais, italien ou ... Luxembourgeois. Dans le monde de la publication scentifique la France est très peu représentée,
globalement vu. Toutes les publications importantes se font en ..anglais. En médecine la France est le seul pays développé que je connaisse, à utiliser ses propres termes anatomiques et scientifiques alors que mondialement le Latin en est la base, même aux
États Unis. Alors pour ce qui'il y a comme raisons d'être arrogant... Faudra chercher.
Il n'y a plus que les pauvres Luxembourgeois, après s'être jetés, pleins de rancune contre les méchants Allemands, après deux guerres mondiales, dans les bras des Français
(bien rétissants d'ailleurs), qui se plient à cette arrogance sans teneur. De moins en moins, heureusement.

Une société multinationale connue au Luxembourg a recruté sur titre quelque nouveaux employés, la plupart issus de "Grandes Écoles" françaises,
bien fiers de leur état et naissance, et un seul Luxembourgeois, ressortissant d'une Université allemande. À la fin restait le Luxembourgeois, parce qu' il était le seul à savoir se débrouiller lors des meetings à Londres, Frankfort ou à Singapour aussi bien
qu'au Québec.
En 1968 nous avons scandé "Où va la France..?" Vous vous souvenez de la réponse?

Jean M.P. Gilbertz www.jmpgilbertz.lu

P.S. Brassens, d'ailleurs appelait la Femme de sa Vie ... "Püppchen", petite poupée.

12. Feb, 2014

jmpg

Wahlrecht mit 16? Warum nicht mit 14?

Wahlrecht mit 16? Das menschliche Gehirn nähert sich der vollen Funktionsfähigkeit mit etwa 21. Die 16-jährigen als Wählergruppe würden ein noch breiter gefächertes Verführbarkeitspotential für talentierte
politische Demagogen darstellen, als es jetzt bereits der Fall ist. Sogar die erwachsene menschliche Gedankenwelt ist oft noch einem inkonsequenten Wunschdenken verhaftet. Die jugendliche Gedankenwelt ist einem instabilen Traumdenken noch viel heftiger ausgesetzt,
und das ohne auf die Hilfe von Blaupausen aus der Erfahrungswelt zurückgreifen zu können.
Und: Wer mit 18 nicht sozialistisch denkt, grün oder radikal, der hat kein Herz, wer mit 40 nicht konservativ denkt, hat keinen Verstand.
Es ist nicht immer
leicht, die richtige Balance zu finden.
Soviel zur Wahlhilfe für linke und andere Verführer jeglicher Couleur!
Sehr gut, Herr Bëttelschneiderbausch, wär' aber noch spannender mit 14 und abgeschafftem Religionsunterricht!

10. Feb, 2014

jmpg

Weder kohärent noch konstruktiv
Denn sie bewegt sich doch...auf der Stelle

Lieber "neuer" Vorstand der CSV
Liebe Parteisoldaten

Gott sei Dank gibt es Dani Schumacher im LW. Sie dürfte die Einzige sein, die die fernen Schwaden
eines Fortschritts erblickt hat, im Reich der CSV. Vier Kandidaten für den Posten des Generalsekretärs ist kein Pluralismus aus sich heraus. Es ist Augenwischerei und wahrscheinlich auch als solche gedacht. Allerdings hat der einzige Kandidat mit Plan und
Format, Serge Wilmes, fast 40% für sich verbuchen können. Aber die Leute von gestern, die Spautz, Wolter Zeimet und wie sie alle heissen haben die Erneuerung tapfer abgewehrt. Ich fürchte, auf längere Zeit. Wer glaubt denn noch an eine "Einbindung" der zukunftsorientierten
Abgeordneten und Parteimitgliedern, wenn Herr Spautz sich zu Äusserungen wie "Die Meinung der Mitglieder (der CSV) unterscheidet sich (somit) von der öffentlichen Meinung" hinreissen lässt. Das zeugt lediglich von einer unverständlichen Abgehobenheit. Das
Ohr am Volk haben geht anders. Realitätsverlust dürfte der beste Weg sein, um auch zukünftige Wahlen zu verlieren.
Denn verloren habt ihr, sonst würdet ihr die Regierung stellen. Ihr werdet vom Volk gewählt um das Volk zu vertreten, und nicht euch selbst.
Die Positionen der "C"SV sollten nicht nur auf der christlichen Soziallehre beruhen, sondern auch auf einem allgemeinen christlichen Menschenbild. Empört euch endlich und verteidigt zumindest den Glaubensunterricht in den Grundschulen sowie die Wahlmöglichkeit
in den Oberschulen. Wozu habt ihr sonst das "C" in eurem Parteinamen? Wollt ihr weiterhin Inhalt einer Mogelpackung sein?

Jean M.P. Gilbertz
www.jmpgilbertz.lu

Wir haben es nicht weit gebracht.
Und wir marschieren auf der Stelle.
Ein
General gibt auf uns acht.
Und manchmal winkt er mit der Kelle.

© Roman Herberth, 2012, deutscher Dichter, Auszug aus "Auf der Stelle marschieren"

10. Feb, 2014

jmpg

Die fette Interesselosigkeit Teil 2

"Christen", die mit der völligen Abschaffung des Religionsunterrichts in den öffentlichen Schulen und insbesondere in der Grundschule kein Problem haben, scheinen sich eher in der rückwärts gerichteten Tradition
eines Papst Benedikt XVI, ehemals Joseph Kardinal Ratzinger, Präfekt der Glaubenskongregation zu bewegen. Diese Christen wollen sich nicht mit dem Staat gemein machen und lieber in einer selbsterwählten Isolation das Bild der "wahren" Gläubigen geben. Es passiert
ihnen ja nichts. Sie haben Narrenfreiheit und werden weiter vom Staat bezahlt. Die Kirche wollen sie entweltlichen, auch wenn sie dabei arg schrumpfen könnte. Doch Rückzug aus der Mitte der Gesellschaft führt in den Extremismus und/oder in die Bedeutungslosigkeit.
Wem allerdings der Glaube an das eigene "Gutmenschtum" reicht....Mir kommen hanebüchene Ausdrücke in den Sinn. Der harmloseste wäre da noch "unreflektiertes Sektierertum in einer behäbigen Welt".
Die sozial-kritischen Äusserungen des Papstes haben sicher
nichts mit der Abschaffung des Religionsunterrichts zu tun und sollten auch nicht in diesem Zusammenhang (vom "forum") zitiert werden. Es sind die Sorgen eines Seelsorgers, der sich nicht nur um das Jenseits sorgt. Aber das tut er natürlich auch.
Ein Glaube,
Werte, eine Religion, die im Staat und somit in der Gemeinschaft aller Bürger nicht mehr vorkommen, die mitsamt ihren religiös-kulturellen Traditionen nur noch privatim gelebt werden sollen/dürfen, werden sich sehr schnell ausgelebt haben. Die Privativum-Gesellschaft
wird sich durchsetzen, weil niemand der nächsten Generation die Werte nahe bringt, die Glaube, Hoffnung und Liebe bedingen. Und damit unser friedliches Zusammenleben. Sozial/ökonomisch gesehen kann man ohne diese Werte keinen Anstand bewahren. Das hat Franziskus
I sehr gut verstanden. Das "forum" nicht.
Wahrscheinlich bin ich in den Augen dieser und jener Leute kein wirklicher Christ und sicher kein Katholik, kein echter. Aber, wie ich schon mal auf meiner Seite "Aphorismen" geschrieben habe: " Ich bin so gläubig,
dass es mir Wurscht ist, was die Gralshüter sagen."
Vergelt's Gott in einer Welt der fetten Interesselosigkeit.
Jean M.P. Gilbertz
www.jmpgilbertz.lu

10. Feb, 2014

jmpg

Die fette Interesselosigkeit (Teil 1)

Ich bin ein alter 68 iger, mich kann so eine kalte Enteignung der Bürger wie sie Bettel und Konsorten durchziehen, nur entsetzen. Sie klauen unsere Werte und unsere demokratischen Rechte und löschen sie aus
indem sie über unsere Köpfe hinweg entscheiden und die Luxemburger, in ihrer fetten Interesselosigkeit lassen es geschehen. Solange die Geldbörse noch spürbar am Gürtel hängt ist das alles nicht so wichtig.
Der Religionsunterricht ist nur der Anfang, liebe
Leute, der Versuchsballon sozusagen, der Knochen für die Meute.
Apropos Meute: ich höre eigentlich nichts! Auch wenn Herr Pauly im "forum" etwas zu hören glaubt. Aber der spricht ja bereits von Kulturkampf, den die Kirche angeblich inszeniert, wenn der
Bischof zum Fenster hinaus auf die Welt schaut. Wo bleiben denn diese angeblich so engagierten Christen, wenn es darum geht, Werte zu verteidigen?
Aber auch: wo ist die Kirche, die ihre Schäflein vertreten soll? Wo ist das Bistum, das ergeben sämtliche
Backen hinhält, auch noch die zum Hineintreten? Die "fir de Choix"-Listen gehören nicht in die Schulen? Sagen Sie mal, Herr Nilles, porte-parole unsere lieben Kirche, was stimmt da nicht mit meiner Wahrnehmung? Gibt es "Geheimabkommen" mit der Regierung, sozusagen
"Fraternisieren mit dem "Feind"? Das ist nicht christlich, das ist unwürdig und unfähig. Solang sie bloss nicht an die Besitzstände der Kirche gehen? Nicht wahr? Sollen wir uns in die Kasematen zurückziehen, mangels an Katakomben, wie die frühen Christen in
Rom? Schämt ihr euch nicht, ihr gutbezahlten und materiell sorgenfreien Religionsfunktionnäre? Mgr Mathias Schiltz einmal ausgenommen, und dann auch nur als Privatperson. Es reicht nicht seitenlange unlesbare und für die Mehrheit unverständliche Artikel zu
veröffentlichen. Tut endlich eure Arbeit. Verteidigt die Christen und damit auch alle anderen Glaubensgemeinschaften! Schon mal was von Dominosteinen gehört? Was schaffen "die" als Nächstes ab?
Müssen denn die Alt-68iger, zum Aufstand aufrufen, nicht
aus neuentdeckter Bigotterie sondern aus Angst vor einer schleichenden Entdemokratisierung? Schaut man nach Differdingen, kann man sich nur klamme Fragen stellen, die man am liebsten gar nicht beantwortet wissen möchte. Die Meisch-Partei hat ein Chaos hinterlassen.
Ach
ja, was ist eigentlich mit unseren portugiesischen Mitbürgern? Ist Ihnen in einer ihnen verständlichen Sprache erklärt worden, was die demokratischen Regierungsfürsten vorhaben? Sind sie gefragt worden? Eine ziemlich religiöse Gemeinschaft in unserer Mitte
wird einfach ignoriert. Was tut Herr Kollwelter von ASTI und "forum"? Er spricht doch so gut Portugiesisch. Unsere Mitbürger wissen nicht einmal wo und wann sie "fir de Choix"-Listen unterschreiben können. Im "Contacto" stand nichts davon. Sie wissen nicht
einmal, dass es sie gibt. Und so manche Kirchentür ist bis eine halbe Stunde vor Beginn der Messe verschlossen. Aus Angst vor Vandalen. So weit sind wir!
Jean M.P. Gilbertz
www.jmpgilbertz.lu

5. Feb, 2014

jmpg

Lieber Herr Molling

Ich mag es, wenn die Partisanen aus ihren Löchern kommen. Ich scheine einen Nerven getroffen zu haben? Sehr gut!
Leider ändert das nichts an den wirren Gedanken Ihres Lieblingsintellektuellen, ebensowenig wie an Ihrer Leidenschaft,
Sachverhalte recht eigenwillig zu interpretieren. Es reicht einfach nicht, endlos Klassiker aufzulisten, von denen man mal was gehört hat und die sich nicht mehr wehren können. Insbesondere wenn man sie dann auch noch aus ihren historischen gesellschaftlichen
Kontexten herausreisst.
Es wäre sicher interessanter, auch für das eigene Ego, eigene Gedanken zu entwickeln.
Hätten Sie meine ganzen Texte gelesen und darüber etwas nachgedacht, hätten Sie keine solch wütende Antwort schreiben müssen. Schade, ich
hatte mich auf einen intelligenten Disput gefreut.
Es tut mir Leid, Ihr von Ihnen hochgelobter Magister wird im Allgemeinen als "Spinner" angesehen und belächelt, immerhin gut für eine amüsante Talkshow. Sie müssen Ihn nicht verteidigen, nur weil er ANTI-theist
war. Wenn Sie mit mir über Atheismus diskutieren wollen, dann zitieren Sie Philosophen, die man ernst nehmen kann und fangen Sie mal mit Feuerbach an. Feuerbach entwickelte einen sehr ernsthaften atheistischen Philosophieversuch. Sollten Sie gelesen haben.

Meine
Mutter zitierte früher: " Einer sagte "Kopstock", und alle weinten!" Haben Sie Klopstock gelesen? Meinten Sie übrigens Gottlieb Heinrich, den Vater, oder Friedrich Gottlieb, der den "Messias" und die "Elegien" schrieb? Sehr süss! Ich glaube, da haben Sie sich
vertan.

Grüssen Sie Ihre Zeloten-Freunde von AHA und ARA.
Ich hätte es begrüsst, wenn Sie mit offenem Visier geschrieben hätten. Es reicht nicht zu sagen, wer man ist, wenn man verschweigt, was man ist.

In diesem Sinne
Fröhliches
Hasenfest

jmpg

5. Feb, 2014

Victor Molling

Sehr geehrter Herr Gilbertz,
Ich möchte jetzt keine endlose Polemik mit einem Zeloten führen, aber zwei oder drei Sachverhalte auf den Punkt bringen und damit dieses Intermezzo abschliessen .
Der Anlass zu meinem Kommentar war dass Sie in Ihrem
LW-Leserbrief eine Beziehung herzustellen versuchten zwischen den Lebensmodellen (um in Ihrem Sprachgebrauch zu bleiben) des Premier-und Vizepremierministers und der beabsichtigten Einführung eines Werteunterrichts anstatt des Religionsunterrichts, was, gelinde
gesagt nicht eben elegant war und eine Unterstellung zudem, da die Trennung von Staat und Kirchen und die Abschaffung des RU ein lang gehegtes Anliegen der fortschrittlichen Kräfte dieses Landes ist. Wie Sie vielleicht wissen werden hierzulade Gesetze vom
Parlament gestimmt und nicht nach dem Gutdünken der Exekutive. Unter CSV Regie war das allerdings nicht immer evident. Den Rest Ihres Leserbriefes möchte ich nicht kommentieren da er mir zu polemisch ist. Nur eine Bemerkung: ich bin in keiner Partei aber Herrn
Bettel, von der DP! der " Dumpfheit aus Klassenkampfzeiten" zu bezichtigen oder die Sache mit der sozialistischen Internationale , scheint mir dennoch auf eine kleine "Wull am Tirang" hinzudeuten.
Zu Ihrer Mail vom 4. Februar sei folgendes gesagt: Das
Argument dass nicht Gott tötet sondern der Mensch, erinnert mich an den Diskurs der amerikanischen NRA (National Rifle Association), deren Miglieder übrigens durchwegs fromme weisse Christen sind, demnach nicht die Waffen töten, sondern der Mensch der sie
in den Händen hält!
Zu ihrem Satz:"Man sollte die Begriffe Glaube, Religion und Kirche nicht wild durcheinanderwürfeln" ist zu sagen dass die monotheistischen Religionen, mit der ihnen zugrundeliegenden verquasten Literatur und ihren autoritären Strukturen,
den Nährboden bilden für sämtliche religiösen Fanatiker die die Geschichte gekannt hat und leider noch immer kennt. Ich selbst bekämpfe demnach , in erster Linie die Religionen als solche , insbesondere die montheistischen, da ich hier in Europa mit diesen
konfrontiert bin. Und fühle mich dabei in bester Gesellschaft. Da Sie sich ja selbst als Autodidakt in Philosophie bezeichnen kennen Sie sicher die Philosophen des Altertums und der Aufklärung die das irgendwie ähnlich gesehen haben. Wie erklären Sie sich
z.B. dass, um im deutschprachigen Raum zu bleiben, von dem grossen Sechsfachgestirn - Goethe, Herder, Klopstock,Lessing ,Schiller, Wieland - nicht einer katholisch war, drei davon sogar erklärte Feinde jeder positiven Religion, deutlicher des Christentums?
Ich glaube damit ist Ihre Frage betreffend der "Werte die ich bevorzuge" beantwortet soweit das im Rahmen einer Mail möglich ist.
Dass Sie Christopher Hitchens als dummen Jungen bezeichnen ist das Argumentum ad hominem das ich schon vor über 50 Jahren
gehört habe als ich mich aus dem Religionsunterricht im Athenäum verabschiedet habe, was damals nicht eben gängig war und der Religionslehrer sich dadurch in seinem "Lebensmodell" getroffen fühlte da er, wie alle seines Vereins, glaubte im alleinigen Besitz
der Wahrheit zu sein. Auch Herr Jean-Claude Hollerich hat vor einem Monat ein Statement in dieselbe Richtung abgegeben und seine Adlaten Schiltz, Gillen, Hellinghausen und wie Sie alle heissen mögen stimmen ebenfalls immer wieder in diese alte Leier ein. Sowas
nenne ich ein Kontinuum in der argumentativen Dürftigkeit und der Intoleranz.
Aber nichts für ungut denn wie sagte Nehru einmal stolz: "Wir Heiden sind tolerant", und, füge ich hinzu, überlassen den jüdischen, christlichen und muslimischen Gotteskriegern
die Völkermorde und die Scheiterhaufen.

Victor Molling


4. Feb, 2014

jmpg

Lieber Herr Molling

Ich verstehe und respektiere Ihre Einstellung durchaus. Die historischen Fakten sind nicht zu widerlegen. Wir sehen und hören ja täglich, was die diversen Glaubensrichtungen des Islam sich gegenseitig antun und uns allen androhen.
Es ist der Mensch, der tötet, nicht Gott, auch wenn es in seinem Namen geschieht. Welch eine Arrogenz! Deus lo vult!
Aber: wenn ein Gedanke, ein Wunsch, Richtlinien und Werte von machtsüchtigen und beschränkten Menschen missbraucht werden, dann wird dadurch
weder Gedanke, Wunsch, Richtlinie noch Wert in Frage gestellt, sondern nur die Menschen, die diesen Missbrauch betreiben. Man kann über Marx diskutieren, über die Kirchen (in der Mehrzahl) und über den Kapitalismus, Schuld am Versagen aller Systeme ist meist
nicht deren Grundgedanken sondern der Missbrauch, absichtlich, aus Hab-und Machtgier, unabsichtlich, aus Dummheit.
Man sollte die Begriffe Glaube, Religion und Kirche nicht wild durcheinanderwürfeln. Das ist eines Denkers und Philosophen nicht würdig.
Von
Herrn Hitchens hab ich so einiges gelesen (auf deutsch) und ich halte ihn mitnichten für einen grossen Denker sondern eher für einen sehr eindimensionalen Mann. Wenn bereits die Methodik mangelhaft ist, die einer Gedankenentwicklung zu Grunde liegt, dann darf
man sich über die Conclusio nicht wundern. Ein Mann, der anderes Gedankengut als das eigene der "Lächerlichkeit preisgeben" möchte und der Religion mit „Spott, Hass und Verachtung“ begegnet (Toronto 2006), ist nicht einmal ein Denker. Er ist ein dummer Junge,
nicht wert, dass man ihm weitere Beachtung schenkt. Wenn er dann auch noch im amerikanischen Aussenminister eine grössere Gefahr sieht, als in Bin Laden, dann sollte man ihn endgültig ad acta legen und ihn nicht auch noch zitieren, mit dem Risiko, sich selbst
lächerlich zu machen. Er war (gest. 2011) ein ziemlich verwirrter Geist, in allen Bereichen, zu denen er sich äusserte. Von wegen einer der 100 wichtigsten Interlektuellen...!
Seien Sie mir nicht böse, ob dieser Einschätzung, sie entspricht nicht weniger
als der Wirklichkeit.

Sagen Sie mir, welche a(nti)theistischen Werte Sie bevorzugen würden, an Stelle des Dekalogs und dem, was Jesus ( und viele vor ihm und nach ihm) dem hinzufügte: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!"?
"A" ist
ein Privativum, grammatikalisch gesehen, und bedeutet lediglich "ohne". Es ist nicht aggressiv, und nicht einmal depreziativ. Es sollte sogar tolerant sein.
"Anti" ist ein aktiver Kampfbegriff der auch zu einem solchen aufruft? Warum? Tun Sie nicht das
Gleiche wie das, was Sie Ihren "Feinden" vorwerfen?

Mit freundlichen Grüssen

jmpg
Dr. med., Autodidakt in Philosophie, Moralphilosophie, Medizinethik und Kirchengeschichte, Literat, Poet und Musiker.

4. Feb, 2014

Victor Molling

Multiple-Choice-Frage Werteunterricht ?

«Aujourd’hui beaucoup de religions s’avancent vers nous la main tendue et le sourire enjôleur tel un marchand mielleux dans le bazar. Elles offrent consolation, solidarité et élévation morale, puisqu’elles
ont de la concurrence sur le marché. Mais nous avons le droit de nous rappeler la barbarie avec laquelle elles se conduisaient quand elles étaient toutes-puissantes et que nul ne pouvait décliner leurs propositions. Et s‘il nous arrive de l’oublier il suffit
de regarder les pays et les sociétés ou le clergé a encore le pouvoir de dicter ses conditions. Dans les sociétés modernes nous en voyons les pitoyables vestiges dans les efforts de la religion pour s’assurer la maîtrise de l’éducation, se soustraire à l’impôt,*
ou faire adopter des lois interdisant d’insulter sa divinité omnipotente et omnisciente ou simplement son prophète».

Christopher Hitchens, diplômé en philosophie, sciences politiques et sciences économiques du Balliol College d'Oxford, considéré comme
étant l'un des 100 plus importants intellectuels contemporains.
Extrait de son livre: Dieu n’est pas grand. Comment la religion empoisonne tout
**************************************************
* mais ne se gênant pas pour vivre grassement aux
frais du contribuable. (ajout de ma part)

2. Feb, 2014

Fränz Lippert

Bonjour Här Gilbertz
Ech kann Iech nömmen vu ganzem Härzen félicitéieren zu ärem Artikel iwert de Werteunterricht. Dir schwätzt domat (ech iwerdreiwen nöt ) 500.000 Leit aus dem Härz

1. Feb, 2014

F. Muller

Gudden Owend Här Gilbertz
Wéinst dem "Choix multiple" vun deene ville Reliounen déi et ginn ass et besonnesch wichteg, dass vum Staat an den ëffentleche Schoulen nëmmen en allgemenge Wäerteunterrecht ugebuede gëtt. D'Wahlfräiheet tëschent kathouleschem
Reliounsunterrecht a Morale läique geet deemno net wäit genuch. Am Wäerteunterrecht ginn nëmmen universell Wäerter enseignéiert, wéi z.B. Fridden, Fräiheet, Toleranz, Respekt, Gläichheet, Bridderlechkeet, usw. Leider kënne vill Reliounen dat och haut nach
net bidden ...

1. Feb, 2014

Ueberecken Jean-Paul

Metteg Haer Gilbertz
Aere Leserbreif "Werteuntericht" kann ech nemmen zoustemmen.
Dei 2 sinn am gaangen Schach ze spillen,do kann eng Partie eng Zeitchen daueren bis Een feststellt,datt een sech selwer Schachmatt gesaat huet
mat beschte Grei´ss

17. Jan, 2014

jmpgilbertz

Liebe Eleko

Danke für Ihren ausführlichen Beitrag, dessen Position ich sehr gut verstehen kann. Sie sind enttäuscht von einem Gott, der so Vieles geschehen lässt, sie sind entäuscht von einer Religion, die sich bemüht, auf kryptische Weise alle
Widersprüche zwischen Gottesglauben und täglichem Leben auszubügeln, und Sie sind vor Allem enttäuscht von eine Kirche, vor der Jesus wahrscheinlich laut schreiend davonlaufen würde. Franziskus I hat recht, wenn er mahnt, die Menschen sollten sich wieder auf
das Wesentliche konzentrieren, die Nächstenliebe, und wenn schon nicht die, so wenigstens die Nächsten-Achtung. Der Glaube sämtlicher 3 monotheistischen Religionen begründet das mit der Aussage, Gott habe den Menschen nach seinem Ebenbilde geschaffen.
Oder
ist Gott als Archetyp von menschlichen Gehirnströmen erdacht worden wobei wir dann die Vollkommenheit, die uns fehlt auf Ihn projiziert haben, in der Hoffnung, dass Er uns nach unserem Ableben zu sich aufnimmt, vielleicht auch in sich aufnimmt? Womit wir dann
selbst vollkommen wären.
Es ist dieser Gedanke an die Absolutheit der seit Anbeginn in uns schlummert. Und wir finden weder Erklärung noch Erleuchtung. Warum schinden wir uns so wegen eines kontroversen Gottesbildes, von dem bereits der Dekalog sagt, wir
sollten das unterlassen. Allerdings befürchte ich, dass "Gott" es auch nicht sonderlich mag, wenn einige von uns in Seinem Namen Unsinn behaupten und durchsetzen. Wenn ich an die Scheiterhaufen und die Kriege denke, die mit "Deus lo vult" begründet wurden,
(1095 Synode von Clermont) ( das "Volk", das dies forderte, wurde natürlich erfolgreich manipuliert) dann gruselt mich. Der arme Gott! Wobei die anderen "Kirchen" nicht weniger zimperlich waren und noch sind.
Menschen, die in keiner dieser Religionen
etwas verloren hatten und haben, gaben und geben leider sehr oft den Ton an. Bis heute und morgen auch noch.
ZB Erzbischof Müller*, 62jahre alt, Präfekt der Glaubenskongregation, wurde jetzt zum Kardinal befördert und ist somit Mitwähler bei zukünftigen
Papstwahlen. Der Mann ist ein Anachronismus und eine Gefahr für Glaube, Religion und Kirche! Dann islamistische Hassprediger oder ultraorthodoxe Juden, fundamentalistische Evangelikale in den USA, hasserfüllte Hindus, Katholiken und Protestenten im Ulster,
ich finde kein Ende. Das Alles hat mit Glauben nichts zu tun, nicht einmal mit Religion. Das ist unterentwickelt und krank. Und todgefährlich.
In so mancher politischen Partei ist es nicht anders.
Das alles ändert nichts an der Kernbotschaft eines
Menschen (denn das war er) den sie Jesus nennen. Ein gewisser Paulus hatte eine "Vision" und machte aus einer "Herzensbildung" eine Kirche
Versuchen Sie mal "Religion" als "Verbindung zu unserem besseren Selbst" zu sehen, in Anlehnung an C.G. Jung. Ich
versichere Ihnen, es geht. Auch wenn man nicht glaubt.
Als ich jünger war, habe ich mal geschrieben: " Die Religion ist die Perversion des Glaubens, die Kirche ist dessen Tod." Schlussendlich sind es aber nur die Menschen selbst, die pervertieren und töten!

Mit
freundlichen Grüssen

jmpg

P.S. Meine Mutter meinte, als ich etwa 14 war, "Der da oben wird mir einiges erklären müssen, wenn ich überhaupt je da hin komme". So wie sie gelebt hat, müsste sie jetzt dort sein. Nur, in welcher Form? Machen wir
uns nichts vor, wir wissen es nicht. Und keine Wissenschaft der Welt, oder ausserhalb dieser, wird es uns erklären können.

* Scharf kritisiert er ... den Relativismus: Die vermeintliche Toleranz von „Religions- und Kirchenpluralisten“ sei in Wahrheit
Intoleranz gegenüber Gott und Ausdruck einer „Arroganz der Kreatur“.

12. Jan, 2014

Eleko

E grousst Mëssverständnis läit, menger Meenung no, an der Identifikatioun vu Glaawen an Theologie. Ech sinn nët gleewech an ech hunn als Privatpersoun – aus Grënn, déi een wahrscheinlech hautzudags nët méi muss erläuteren, well se mëttlerweil a „gottseidank“
Deel vum „öffentlechen“ Diskurs sinn – grouss Problemer mat der (kathoulëscher) Kierch. Ech war schon e puer Mol ganz no drun, aus Protest auszetrieden. Als Literaturwëssenschaftlerin wees ech awer och, wéi grondlegend (d’kathoulësch) Relioun fir d’Verständnis
vun eiser Kultur (a vun eiser Sproch, wéi d’Beispill vu „gottseidank“ weist) ass. Während mengem Studium hunn ech nët nëmmen an theologesche Lexika, mee och ëmmer nees an der Bibel missen bliederen, fir bestëmmten literarschen Texter kënne gerecht ze ginn.
Reliounsgeschicht ass Kulturgeschicht. Ech si frou e Papp ze hunn, dee mer dat scho fréi bäibruecht huet a mëch encouragéiert huet, während menger Schoulzäit nët an de Morale- mee an de Reliounsunterricht ze goën – eng Entscheedung, déi ech am Nachhinein ëmmer
als wichteg fir meng Bildung empfond hunn an déi mëch nët dovun ofgehaal huet, eng fraëfeindlech, homophob a generell weltfriem Kierch ofzelehnen.

Ech kann Antitheistin oder suguer Atheistin sinn an awer fir de Reliounsunterricht antrieden (nët nëmme,
well een säi Géigner kenne soll). Vläicht sollt een en an „Theologiesunterricht“ „emdeefen“ (siehe „gottseidank“). Vläicht géif da méi kloër ginn, dass et nët em eng Indokrinatioun vu Wäerter geet, mee och hei em „objektive Aufklärung und reines Wissen“ (wéi
et an hei an engem Beitrag gefuerdert gouf - woubäi ech d'Begrëffer "objektiv" a "rein" hei schwiereg fannen). Ech perséinlech haat meeschtens Chance mat ménge Reliounsprofen (zumindest am Lycée, wou keng Schwëster XY méi Méindes an der Schoul drop gekuckt
huet, ob een och Sonndes brav an der Mass war), déi verstan haaten, dass Theologie och „Wëssenschaft“ ass an als solch am Unterricht soll behandelt ginn. Dat, wat ech mer ënnert engem „Wäerteunterricht“ virstellen, ass näischt anescht, wéi dee Reliounsunterricht,
deen ech haat. A souwisou: Déi Wäerter, mat deenen ech mëch identifizéiren, hunn ech nët am „Unterricht“ „geléiert“, mee déi hunn sech éischter an der Schoulpaus entwéckelt. An natirlech doheem. A bei de Nopëschkanner doheem. An.. an.. an..

11. Jan, 2014

jmpgilbertz

Hallo Frank

Danke für Ihre Antwort auf meine Antwort auf usw.
Ich bin froh, dass Sie Ihre Position klar gemacht haben. Ich wusste nicht, bei Ihrem ersten Kommentar, ob Sie mich nicht boss auf den Arm nehmen wollten. Umso angenehmer, dass das
nicht der Fall war. Und die frühen Morgenstunden....
Doch, es war richtig zu kommentieren, nur so kann ein Dialog entstehen, wie er stets entstehen sollte, wenn eine Frage verschiedene Meinungen hervorruft. Ich finde Ihre Einstellung durchaus ehrenwert
und respektabel, auch wenn ich sie nicht ganz teilen kann. Mit Ihrer Ablehnung eines traditionellen einseitigen Religionsunterrichts jedenfalls, liegen Sie völlig richtig. Bitte lesen Sie meinen ersten Brief vom 19-12-13, vielleicht verstehen Sie dann meine
Sicht etwas besser. Man muss weder gläubig noch ungläubig sein, um vor der Unlösbarkeit der Frage zu kapitulieren. Und manchmal hin und her zu schwanken. Manchmal muss man auch polarisieren um Reaktionen zu erzeugen.
Aber das müsste eigentlich jede Gesellschaft
aushalten: das friedliche Neben- aber auch Miteinander verschiedener Lebensmodelle. Es kommt nicht darauf an, was wir glauben, es kommt vor Allem darauf an, wie wir leben. Einverstanden?

Mit freundlichen Grüssen, vielleicht "bekämpfen" wir uns ja
irgendwann noch einmal 😎

jmpg

11. Jan, 2014

frank

Hallo.
Sehr schön und vielen Dank für ihre Antwort.
Ich war heute morgen früh wach und habe den Brief in der Zeitung wohl nicht richtig gelesen:
1.) habe ich mit 'Oppositionspolitiker' immer noch die Liberalen in ihren Text interpretiert (ja
man ist das noch nicht gewohnt dass die Christlich-Sozialen in der Opposition sind)
und
2.) fühlte ich mich durch diesen 1. Umstand doch leider (und fälschlicherweise) in aller Früh persönlich (nein, nicht mal als Gambia-Sympathisant) angegriffen und
sah mich somit aufgefordert meinen eigenen Standpunkt blind (!) verteidigen zu müssen. Eben nach der gefährlichen Tradition des (religiösen oder antitheistischen...egal...) Fanatismus oder einfach nach der "Logique du Coeur" :-).

An sich habe ich
später am Nachmittag, nachdem ich ihren Text auf ihrer HP nochmal gelesen habe, gedacht, ich hätte besser gehabt gar nichts zu kommentieren...deswegen freut es mich umso mehr, dass Sie mir Ihren Standpunkt noch mal auf diese nette Weise persönlich erläutert
haben. :-)

Und Ja, das mit der Ufologie sollte eher ein Witz sein, aber etwas Besseres ist mir mit meiner bescheidenen Intelligenz nicht eingefallen...;-)
Es gibt eben immer diese eine Partei die an Ufos glaubt und ihre Beweise liefert, und die
andere, welche nicht an Ufos glaubt und sich eben auf die Negation beruft...*

Aber egal...ich wäre einfach nur froh, wenn in unseren Schulen weniger Religion und Politik sondern mehr objektive Aufklärung und reines Wissen vermittelt würde!
Und
am Ende möchte ich nicht unbedingt als Nichtgläubiger den traditionellen einseitigen Religionsunterricht wie wir ihn bis jetzt bei uns kennen, ungefragt unterstützen.
Dann lieber keine aufgezwungene Wahl von Seiten des Gesetzgebers, sodass der freie Bürger
sich in diesem Bereich selbst organisieren darf/muss, wenn er das denn möchte!

Trotzdem noch mal Danke für Ihre Antwort und Ihren Beitrag zu einem besseren Miteinander übers Wochenende und noch weiter!

MfG
Frank

* (...und mich,
den diese Ufologiegeschichte eigentlich gar nicht interessiert :-) )

11. Jan, 2014

jmpgilbertz

Antwort auf "Frank"

Lieber Frank

Erstmals Danke für Ihre spontane Mitteilung. Ich verstehe Ihre Einstellung und stelle sie überhaupt nicht in Frage. Wenn Sie nicht an Gott glauben können, aus welchen Gründen auch immer, so haben Sie dafür
meinen vollen Respekt. Dies hier ist kein Disput zwischen Gläubigem und Nichtgläubigem. Es ist der Versuch meinerseits, auf philosophischer Basis, mit den beschränkten Mitteln, die uns Menschen gegeben sind, die ewige Frage ohne Antwort etwas zu erläutern.
Dazu müsste ich selbst überhaupt kein gläubiger Mensch sein.
Zuerst: ich stelle weder den Atheismus in Frage, noch den Glauben welcher Richtung auch immer. Die einen "glauben" an einen Gott, die anderen "glauben" nicht an einen Gott. Das macht weder den
einen zu einem "guten" Menschen, noch den anderen zu einem "bösen". Es kommt darauf an, was wir aus unseren jeweiligen "Glaubensrichtungen" machen. Wie wir sie leben, und wie ehrlich wir uns selbst gegenüber sind.
Natürlich ist das "Nicht-Glauben" eine
Negation von "Glauben", per Definition. Der Duden nennt das "Weltanschauung, die die Existenz Gottes leugnet." Das ist an sich ja nichts Böses. Der Glauben und der Nicht-Glauben basieren, philosophisch gesehen, beide auf "nichts". Beide können nicht bewiesen
werden. Beide sind allerdings möglich. Und beide schliessen sich gegenseitig aus. Das ist etwas Fatales für jede Theorie.

Wenn man allerding wie Sie, gegen etwas ist, in diesem Fall gegen den Religionsunterricht, dann benennt man das nicht mehr mit
dem Privativum -A, sondern mit dem Begriff "Anti". Sie haben mir aber kein Argument geliefert, das Ihre Ablehnung oder vielmehr, ihr "Dagegensein" irgendwie legitimieren könnte. Wie ich bereits geschrieben habe, reicht eine negative Definition, von allen Blickwinkeln
aus gesehen, nicht aus, um als Basis für positive Werte herzuhalten. Und auch nicht, um aktiv eine andere Weltanschauung abzuschaffen. Sie sprechen von "blanne Glaawen", ich könnte Ihnen mit "blanne Nëtglaawen" antworten.
Als Wissenschaftler möchte ich
Ihnen noch versichern, dass ich es gewohnt bin, meinen Kopf in sämtliche Richtungen zu bewegen, bevor ich etwas annehme. Und wenn ein Wissenschaftler mit poetischen Neigungen die Augen nicht offen hat für die Wunder der Natur, dann verdient er wohl diesen
Namen nicht. Habe ich "Wunder" gesagt?
Auf Ihren amüsanten Vergleich mit der Ufologie sollten wir lieber nicht näher eingehen und ihn als etwas schrägen Humor verbuchen. Das liegt in der Grössenordnung "Hasenfest".

Lieber Frank, ich respektiere
Ihren Nicht-Glauben, warum aber wollen Sie den zukünftigen Generationen die freie Wahl verwehren? Mal abgesehen von den kulturellen Schäden, die Sie damit anrichten würden! Seien Sie doch tolerant, seien Sie doch froh, wenn unseren Sprösslingen alles erklärt
wird: die Religionen (in der Mehrzahl) die mit all ihren kulturellen Unterschieden auch Bereicherungen darstellen und die Tatsache dass es Leute gibt, die nicht glauben und deswegen nicht als "böse" einzustufen sind. Ist das nicht positiver als den einen der
beiden Gegensätze per Dekret abzuschaffen und den anderen als Absolutum anzusehen?

Es hat mich gefreut, dass Sie mir geschrieben haben, auch wenn wir vielleicht nicht derselben Meinung sind.
Ich verspreche Ihnen, bei jedem Spaziergang meine Augen
offen zu halten und an Sie zu denken. Tun Sie das Gleiche.

Mit freundlichen Grüssen und ein schönes Wochenende

jmpg

11. Jan, 2014

Marie-Andrée Faber-Schanen

Merci vir èren Lieserbréif, deen ganz a mengem senn ass. Ech hun selwer en vrun e puer Wochen geschriwen, an setzen mech an vir déi chreschtlech Werter, déi t' CSV leider wéineg vertrett.Ech wär frou iwert en Austausch.Dir huet bestemmt schon bei www.firdechoix
ennerschriwwen..kuckt och mol op www.citizengo. org.978 w.e.g.

11. Jan, 2014

Carlo Philippe

Zu ärem Lieserbréif vum 11.01.2014 am LW:

Dir schwätzt mer op der ganzer Linn aus dem Härz an ech sinn frou, dat mol eng Kéier een et esou op de Punkt bruecht huet. Och ech kann mer eng Gesellschaft, déi no A-theisteschen Grondsätz an Werter nëmmen
schlecht virstellen oder léiwer guer nit virstellen. Ech hoffen an bieden innständeg dorems, dat eise Premier sein gesonden Menscheverstand notzt an dat et an der Fro vum RU an der Schoul zu enger sachlecher Diskussion kënnt teschend allen Bedeelegt (Regierung,
Eltern, Enseignanten, Kierch, .....)

Iech nach e schéine WE

11. Jan, 2014

Frank

Zu ärem Lieserbréiw vun haut am Wort:
Dir stellt den Atheismus a Fro, well dat ganzt eng Negatioun vum Gottesglaawen wier, an am Saz firdrun soot Dir awer och nach et wier e "Glaawen" deen op näischt baséiert!?
Jo, als wat hald Dir dat dann elo?
Do musst Dir Iech awer schon décidéieren!?
Mee vläicht kéinnt Dir jo och mol an deem do Fall den Duden zu Root froen!?

Am Fall wou Dir dru "gleewt" datt den Atheismus op Negatioun baséiert (ech weess selwer net wat am Duden steet, mee hun elo
och keng Loscht nozeliesen), an dat nëtt géingt gudd fannen, stellen ech Iech mol déi hei Fro: wann mer dann am Plaz Reliounsunterrëcht, Ufologie géingen aféieren, wéi géift Dir dat dann fannen?

Ech selwer sin keen fanateschen Atheist, mee ech gleewen
net u Gott, genausouwéineg wéi un Ufoen!

Dofier geed mir perséinlech eng "negativ Definitioun" deck duer, fir fir géint all Reliounsunterrecht an der Schoul ze sin.

Souvill als klengen Usporn de Kapp an eng Richtung ze lenken déi sech op
dat blousst A bezitt amplaaz op blanne Glaawen.
D'Welt (& d'Natur) huet vill méi ze bidden wéi chrëschtlech Wäerter an alles wat am Koran, Bibel etc. zesumme steet! Et muss een just d'A opmaachen an dofier as et nie ze spéit!
An deem Sënn: schéine
Weekend nach