Die Zeit anfassen / au toucher du temps
20-03-16
der gesang der zikade / le chant de la cigale
In meiner Euphorie hab' ich glatt vergessen, euch lauthals mitzuteilen, dass inzwischen über 100 Exemplare meiner kleinen Ego-Gedichte verkauft wurden. 4 stehen noch beim Ernster im Concorde und 8 konnte ich beim Verlag für meine private Reserve retten.
die zeit anfassen / au toucher du temps
Inzwischen schaut ein zweiter Lyrik-Band seiner Vollendung entgegen, kohärenter als der erste, der ja eine Retrospektive darstellte, die bis in die Gegenwart reichte.
Jetzt geht es um eben diese Gegenwart und ...die notgedrungene Zukunft.
So, das wars...
jetzt hab' ich es offiziell
62 verkaufte Bücher bis zum 31-12-14 laut Verlagsabrechnung, also in einem Monat.
Allein bei Ernster und Libo. Von den kleineren Bücherläden fehlen noch die Abrechnungen.
Für 2015 liegen noch keine Zahlen vor, der Verlag meint allerdings, ich solle eine zweite Auflage in Betracht ziehen...
Nachdem das Buch bei Ernster ausverkauft war, wurde beim Verlag nachbestellt. "der gesang der zikade" ist wieder erhältlich.
Danke an euch alle. Wenn ihr 'ne Widmung möchtet, meldet euch hier auf der Gästeseite oder auf FB. Dann organisieren wir eine Signierstunde...😎
Nachdem das Buch bei Ernster ausverkauft war, wurde beim Verlag nachbestellt. "der gesang der zikade" ist wieder erhältlich.
Danke an euch alle. Wenn ihr 'ne Widmung möchtet, meldet euch hier auf der Gästeseite oder auf FB. Dann organisieren wir eine Signierstunde...😎
Wie Poesie entsteht
Poesie zum Anfassen
Ich setze mich nicht um acht in der Früh an den Schreibtisch oder am Nachmittag um zwei und sage: Jetzt schreib' ich ein Gedicht. Ein Gedicht schreibt sich, es kündigt sich an, mit Wortfetzen, Rhythmen und Bildern. Erst dann fang ich an, darüber nachzudenken. Handwerkliche Erfahrungen kommen hinzu, Versuche entstehen, immer noch im Kopf, und ich hoffe, die ersten Zeilen nicht zu vergessen.
Ich fange an zu schreiben, es drängt
sich mir auf, ganz gleich, wo ich bin. Ich trage auch stets das zum Schreiben Nötige mit mir herum, oft Bleistift und Papier. Oft aber auch mein kleines Alleskönner-Telefon mitsamt seiner Notenschreibmaschine.
Chansons entstehen auf ähnliche Art und Weise. Manchmal steht am Anfang ein kleines Melodie-Fragment, das in meinen inneren Speichern nach Worten und Sätzen mit melodischen und rhythmischen
Ähnlichkeiten sucht. Manchmal verlangt ein melodischer oder rhythmischer Satz nach einem tragfähigen Weg, einem Flussbett ähnlich, das er entlang fließen und in dem er sich ausbreiten kann. Auch hierbei entstehen die Melodien zuerst im
Kopf, samt ihrer Notation, bevor ich sie aufzeichne. Ich suche nie aktiv nach Worten, die Worte finden mich, und genau das Gleiche tun die Melodien
Ich bin kein
Sprach-Anatom, Gott bewahre, und möchte nie einer werden. Ich habe die Anatomie des Menschen studiert, mit heißem Bemüh'n. Ich hab' die sterblichen Überreste seziert, bis nur noch ein Gerippe übrig blieb. Weil es mir helfen sollte,
ihn bis in sein Innerstes hinein kennen zu lernen und ihn zu heilen, den Menschen. Die Sprache muss ich nicht heilen, sie ist ja nicht krank. Ich würde es auch nicht mögen, sie auseinander zu nehmen, um sie dann wieder neu zusammen zu setzen. Vielleicht
würde niemand sie wieder erkennen. Ich möchte, dass sie mich liebt, die Sprache, so wie sie ist und so, wie ich sie liebe. Ich möchte in sie eindringen und ich möchte, dass sie sich in mir ausbreitet, von sich aus. Beim Gedanken, sie zu
sezieren, schaudert’s mich.
Wenn Eindringen und sich Ausbreiten mit Liebe zu tun haben, dann bedeutet Sezieren... Zerstören. Gefühle werden entweiht,
der Zauber verfliegt, Farben verlaufen und was Musik war, wird zur Kakophonie. Wort-Trümmer, zerrissene Partituren, kein Sehen, kein Hören und kein Verstehen mehr. Ein Buchstabenmeer in einem autistischen Raum. Das Ich bleibt im Ich gefangen und
das Du hat jede Bedeutung verloren.
Das ist nicht meine Poesie. Liebe, Gefühle und Schönheit kann man nicht nüchtern hinterfragen, ohne Gefahr zu laufen,
sie umzubringen.
Poesie ist Poesie ist Poesie
Poesie
Sollte keine Geheimsprache sein
Für selbsternannte Kryptologen
Wo einer von dem andern abschreibt denn
Poesie
sollte nicht
zum Rätselraten werden
Was hat sich der Autor bloß gedacht
Bilder
Soll er entstehen lassen
Und Gedanken und Gefühle
Mit
Worten wie Musik
Doch nicht als Puzzlestücke
Als Würfelchen
Zum Scrabblen
Als Poesie zum
Selbst Zusammensetzen
Als Denksport ohne Anleitung
Ungenügend
Herr Müllermeierschmitt
Sie haben am Thema vorbei geschrieben
Ich hatte Ihnen doch geraten
Mein Einführungsbüchlein zu lesen
Viel Spaß mit meinen kleinen
Texten und Liedern.
Sie werden dafür kein Einführungsbüchlein brauchen
jmpg Mai 2014
Der Chanson-Auswahl hab' ich natürlich die Noten und die Gitarrenakkorde hinzugefüg. Auf die Aufnahmen werdet ihr allerdings noch warten müssen. Sobald diese zum Downloaden bereit sind, werd' ich euch hier auf diesen Seiten informieren. Und auf Facebook. Zur Zeit fehlen mir noch ein paar qualifizierte Musiker....
Danksagung
Jeder macht das. Meine Frau sagte, du musst das nicht machen, nur weil es die Andern machen. Ich sagte, ich mache das, weil ich etwas sagen will.
Ich danke meiner Frau. Geduld hatte sie nicht, aber Ausdauer. Es gab "blutige" Gefechte, bis sie mich von ihren Ansichten überzeugen konnte. Natürlich
hatte sie recht. Sehr oft. Also, öfter. Sie hat zugehört, während ein Mord geschah, hat genervt geantwortet, während Juncker mit Schultz disputierte, sie hat mich weggescheucht, wenn sie malte und hat nicht mehr reagiert um zwei Uhr in
der Nacht.
Aber, wenn ich unsicher war, war sie da. Ich verdanke ihr, außer den wunderschönen Aquarellen, die zum Teil jeweils für
die einzelnen Texte angefertigt wurden, sehr viele kleine und große Korrekturen und sehr viele ursprüngliche Ideen. Sie hat einen großen Anteil daran, dass das Buch zustande kam.
Meine Tochter Fabienne war sich nicht zu schade, meine Paratexte zu korrigieren, als Sprachwissenschaftlerin sie ist ja vom Fach. Ich hab' ganz viel von ihr gelernt. Merci.
Danke an Michel, der fast gar nicht ungeduldig wurde, als er die sehr professionellen Fotos mit mir Anfänger machen musste. Das Umschlagbild ist von ihm.
Die Mitarbeiter vom Verlagshaus Monsenstein und Vannerdat schlussendlich haben mich überzeugt mit ihrer Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Kompetenz. Frau Handirk hat mir die erste Angst genommen, als ich anrief; sie hat mich sofort in die richtige Richtung geführt. Ich könnte sogar mit einem Zeppelin einfliegen, hat sie mir gesagt,
die Strecke wäre diesbezüglich beschrieben und einen Landeplatz würden sie kennzeichnen. Stimmt.
Wenn es so weiter geht, werde ich weiter schreiben.
Jean M. P. Gilbertz
Péiteng
Lëtzebuerg
Am Mee 2014
P.S. Ich bin mit dem Auto hingefahren.









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